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Seit Juni 2019 bin ich nun als selbstständige mobile Krankenschwester und Beraterin tätig. Tage, Wochen und Monate vergehen und mein Unternehmen entwickelt sich – so wie es sein soll – stetig weiter. Diese Entwicklung bringt dankenswerterweise auch sichtbare Erfolge mit sich, welche mich in dem was ich tue bestärken. Das sind Erfolge, die mir bestätigen, dass ich mit dem Weg in die Selbstständigkeit die richtige Entscheidung getroffen habe und die mich motivieren in meiner Rolle als Helferin weiterzumachen. Die Erfolgsstory einer Patientin, deren Betreuung mich schon seit Beginn meiner Tätigkeit als selbstständige Krankenschwester begleitet und von der ich in den folgenden Absätzen erzählen werde, freut mich ganz besonders.

Als ich im Juni letzten Jahres zu einer Patientin in Seitenstetten gerufen wurde, hätte man ihr allgemeines Wohlbefinden nicht gerade als hervorragend beschreiben können. Sie klagte über furchtbare Schmerzen, da beide Fersen von einer fortgeschrittenen Nekrose – abgestorbenem Körpergewebe – betroffen waren. Ebenso hinzu kam, dass besonders ihre linke Ferse stark nässte und durch die bakterielle Besiedelung der Wunde bereits Eiter entstehen konnte. Worauf hin ich, nachdem ich auch noch zusätzlich erhöhte Temperatur feststellen musste, den Hausarzt zur Behandlung hinzuzog, um eine adäquate Antibiose einleiten zu können.

Die Therapie mit Antibiotikum verhinderte vorerst die Entstehung einer Blutvergiftung. Der Grund zur Sorge, dass es zu einer Amputation des linken Fußes der Patientin kommen muss, aufgrund des Fortschritts der Nekrose, bestand jedoch trotzdem. Nachdem vom Hausarzt das abgestorbene Körpergewebe auf beiden Fersen entfernt wurde war hier mein Geschick bei der Wundpflege mehr als gefragt. Monatelang besuchte ich meine Patientin nahezu täglich, um an ihr den Verbandswechsel durchzuführen. Dabei war es wichtig, die Wunde mit allergrößter Sorgfalt zu behandeln, verschiedene Verbandsmaterialien auszuprobieren, um eine optimale Wundheilung zu gewährleisten und sich dabei gleichermaßen in Geduld zu üben.

4 Monate dauerte es, bis die Wunden abgeheilt waren und daher auch die Amputation des linken Fußes kein Thema mehr war. Auch das allgemeine Wohlbefinden und der Gemütszustand der Patientin haben sich durch die Heilung der Wunden bei Weitem verbessert. Gehübungen bereiten ihr Freude und das problemlose Duschen – wenn auch mit Hilfe – ist dank meines Einsatzes wieder möglich.